Freitag, 29. Januar 2027
14:00
Registrierung und Ankommen
14:30
BEGRÜßUNG
Prof. Stephanie Tritt, Prof. Wolfgang Reith, Prof. Matthias Hannig, UdS & UKS
14:50
Einführung in die KI
Prof. Christian Schorr, DFKI
KI-Systeme in der Pflegepraxis: Wie lässt sich KI-Pflege-Readiness fördern?
Dr. Kathrin Seibert, Uni Bremen
Abstract
KI-Systeme sind im Pflegealltag angekommen und kommen weltweit zum Einsatz. Eine gelungene Anwendung von KI in der Pflege hängt jedoch nicht nur von technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen sindern auch von sozialen und organisationalen Faktoren ab. Der Vortrag zeigt, welche KI-Systeme in der Pflege bereuts zum Einsatz kommen, stellt ausgewählte Forschungsprojekte aus Deutschland vor und fasst Faktoren zusammen, die die Umsetzung und den Erfolg von Forschungs- und Implementierungsprojekten fördern.
Vom Arztbrief zur klinischen Prädiktion: LLM-gestützte digitale Zwillinge in GO‑TWIN
Dr. Jacqueline Lammert, TU München
Abstract
Voice AI for Precision Health (in English)
Dr. Guy Fagherazzi, Dr. Abir Elbeji, LIH
TBA
Prof. Michael Forsting, UK Essen
16:35
PAUSE
17:30
Fairness ist eine Wertentscheidung, kein Rechenproblem – Wie uns ethische Überlegungen hier helfen können
Deborah Baum, Algoright & Health.AI ELI
Abstract
KI-Systeme im Gesundheitswesen sollen faire Entscheidungen treffen. Doch was „fair” bedeutet, lässt sich nicht allein technisch bestimmen. Der Vortrag zeigt an Beispielen aus dem Health.AI-Netzwerk, warum sich verschiedene Fairness-Kriterien bei ungleichen Ausgangslagen nicht gleichzeitig erfüllen lassen, und warum die Wahl deshalb eine ethische ist.
Der EHDS: Vom Gesundheitsdatum zur KI-Ressource – Chancen, Regeln und Kosten
Philipp Kachel, IDG Rheinland-Pfalz
Abstract
Der European Health Data Space (EHDS) wird grundlegend verändern, wie Gesundheitsdaten in Europa verfügbar, interoperabel und für Forschung, Innovation und insbesondere KI nutzbar gemacht werden. Der Vortrag beleuchtet den aktuellen Stand der Umsetzung, neue regulatorische Anforderungen und die Frage, wie der Zugang zu qualitativ hochwertigen Daten für KI künftig praktisch funktionieren soll. Dabei geht es auch um die andere Seite des Datenraums: Welche technischen, organisatorischen und regulatorischen Aufwände entstehen für Kliniken und andere Datenhalter – und mit welchen Kosten ist für Datennutzer zu rechnen?
TBA
Sven Lichtschlag-Traut, Ärztekammer des Saarlandes
Diskussions-Panel
19:15
COME TOGETHER MIT GEMEINSAMEM ABENDESSEN
Samstag, 30. Januar 2027
08:00
Registrierung und Ankommen
08:45
Erklärbare und multimodale KI in der Kopf-Hals-Diagnostik: Vom Data Mining zur klinischen Bild- und Videoanalyse
Prof. Adrian Müller, HS Kaiserslautern
Abstract
Ausgehend von der Analyse individueller Befundungsmuster und Inter-Observer-Variabilitäten im Ultraschall zeigen Data-Mining-Methoden wie Entscheidungsbäume und Warenkorbanalysen präzise Wege zur Optimierung der Parotisdiagnostik auf. Darauf aufbauend integrieren aktuelle Arbeiten erklärbare Computer-Vision-Pipelines (XAI) in Ultraschall und MRT, um morphologische Merkmale gezielt und transparent zu klassifizieren. Gleichzeitig erweitert sich das Anwendungsspektrum über statische Bildgebung hinaus auf videobasierte, multimodale KI-Ansätze, etwa zur präoperativen Risikostratifizierung des Atemwegs mittels transnasaler Laryngoskopie. Der Beitrag fasst diese Entwicklungen zusammen und zeigt auf, wie multimodale Modelle diagnostische Unsicherheiten reduzieren und Behandlungsentscheidungen im klinischen Alltag absichern können
Telemedizin, KI-Videoanalyse und OP-Berichtsschreibung -praktische Erfahrungen
Dr. Dirk Hüske-Kraus, Maris Healthcare, MoReEye
Abstract
Es werden konkrete Erfahrungen mit MARIS Glass, einer für den telemedizinischen Einsatz konzipierten Datenbrille, beschrieben: Insbesondere werden Nutzungsszenarien, Nutzererwartungen, Integrationsprobleme und die erzielten Nutzeffekte dargestellt. Im zweiten Teil wird MoReEye vorgestellt, ein laufendes Projekt zur automatischen Analyse von OP-Videos in der Ophthalmochirurgie und automatischen OP-Berichtsschreibung. Hier stehen das Einsatzszenario, die geplante Funktionalität und erzielbare Vorteile, sowie denkbare Anwendungen in anderen klinischen Bereichen im Fokus.
LLM
Prof. Tim Dahmen, HS Aalen & DFKI
Markerless Lung Tumor Tracking in Stereoscopic IGRT Under Occlusion: A Hybrid YOLO and Bayesian Particle Filter Approach
Motchy Saleh, CHR Metz-Thionville Nancy
Abstract
Das Vorhaben verbindet innovative Kamerasensorik, neurotechnologische Messverfahren und Methoden der Künstlichen Intelligenz zu einer praxistauglichen Gesamtlösung. Ziel ist es, relevante physiologische und verhaltensbezogene Signale automatisiert auszuwerten und daraus datenschutzbewusst Risikohinweise für definierte Anwendungsszenarien abzuleiten, etwa im klinischen Umfeld, in Notaufnahmen oder in kritischen Einrichtungen.
10:25
PAUSE
10:45
Strukturierte und validierte Daten – der Flaschenhals für den klinischen KI-Einsatz
Dr. Ira Stoll, myScribe
Abstract
Von ärztlicher Heuristik zur verantwortbaren KI: Menschliches Entscheiden verstehen, bevor wir es automatisieren
Dr. Lukas Pillong, UKS
Abstract
PM4Onco: Data Matters in Precision Oncology
Prof. Melanie Börries, UK Freiburg
Abstract
Interaktives Diskussions-Panel
12:30
13:00
LUNCH
LUNCH-SYMPOSIUM
TBA
13:30
Wenn die Diagnose unklar bleibt: Potenziale und Grenzen hybrider KI aus dem Forschungsprojekt SATURN
Patricia Kelbert, Fraunhofer
Abstract
VI Screen Pro – kontaktloses Screening Infektionen
Dr. Nasenien Nourkami-Tutdibi, Jenny Nguyen, UKS
Abstract
Explainable NeuroAI for Structural Brain MRI: Aging Signatures and Sex Dimorphism (in English)
Surya Theja Therala, Neuroradiologie UKS
Abstract
but their decisions stay opaque. Voxel-based morphometry (VBM) finds anatomical effects at
the group level but cannot make predictions for individuals. We asked whether the regions a
CNN relies on match the clusters that classical statistics identifies.
Methods: We selected 207 T1-weighted clinical MRI scans (ages 15–72) from the UKS PACS
after strict quality control. Scans were segmented into grey and white matter with
CAT12/SPM12 and normalised to MNI space. Both analysis branches used these same tissue
maps. Branch A was a voxel-wise GLM for age and sex effects, FWE-corrected for age. Branch
B was a Random Forest baseline and a multi-task 3D CNN predicting age, sex and tissue class
(145 training, 41 validation, 20 held-out test subjects). We used Grad-CAM attention maps from
the CNN and compared them with the SPM t-maps.
Results: Grey matter decreased with age in one bilateral cluster of 154,193 voxels, with its
peak in the insula (MNI 33/-3/4, T = 10.4). The CNN predicted age with an MAE of 2.0 years in
grey matter and 1.7 years in white matter. It classified sex with 95% accuracy and tissue class
with 100% accuracy. Grad-CAM attention matched the SPM findings: temporo-insular for
grey-matter age, pericentral for white-matter age, and claustrum/putamen for sex.
Conclusion: Deep-learning predictions can be checked against established statistics. This
convergence supports brain age as an interpretable, clinically trustworthy biomarker.
14:35
ALLGEMEINE VERABSCHIEDUNG & WrapUp
15:00
WORKSHOPS
Workshops, 30. Januar 2027
Workshop 1
Thema: TBA
Workshop 2
Thema:
KI, XR, Digital Twin und Quanten technologies in der Medizinforschung
mit Ariane Teymouri und Julia Hartnik
Workshop 3
Thema:
Datenökosystemgestaltung – Data Fabric
mit Ariane Teymouri und Julia Hartnik
Workshop 4
Thema:
Erklärbarkeit und Sicherheit von KI in der Medizin
mit Manuela Schuler
Workshop 5
Thema:
Data Governance – Die Datenreise geht weiter
mit Agnès Lotton
Workshop 6
Thema:
Implementierung von KI-Anwendungen in der Klinik – Voraussetzungen, Nutzen und Kollateralschäden
mit Dirk Hüske-Kraus
Workshop 7
Thema:
KI in der Medizin: Data Literacy, Modellqualität und Kosteneffizienz für den verantwortungsvollen Einsatz im klinischen und wissenschaftlichen Alltag
mit Adrian Müller und Desmond Krämer
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KI-Symposium Homburg
29. & 30. Januar 2027
Neuer Hörsaal der Universität des Saarlandes
Campus Homburg, Geb. 35
66421 Homburg – Saar
Health.AI
ki-symposium@health-ai.de
Das Symposium 2027 wird unterstützt von